Microsoft Coffee – das Produkt, welches es nie gab

Am Morgen des 1. April 1996, also vor gut 25 Jahren, war es endlich soweit. 
Nach wochenlanger Planung und Design war Microsoft Coffee fertig. Ein Produkt, welches es nie gab und der vermutlich letzte Unternehmens-Aprilscherz, der nicht von einer internen PR-Abteilung gestoppt wurde.

Heute vor genau 25 Jahren haben einige Microsoft-Mitarbeiter einen komplexen und kostspieligen Streich gespielt. Sie haben Hunderte realistischer, in Schrumpffolie verpackter Schachteln eines gefälschten Produkts, mit dem Namen „Microsoft Coffee“, gedruckt. Anschliessend haben die Mitarbeiter den aufwändigen Aprilscherz in Geschäfte im Großraum Seattle gebracht.

Kaffee von Microsoft im Windows 95 Look

Die Kunden waren amüsiert, der Einzelhandel war verwirrt und die lokalen Nachrichten- und Technologiemedien berichteten über den Streich. Bis die PR-Abteilung von Microsoft ausgeflippt ist und alles vertuscht wurde.

Microsoft Coffee 

Microsoft sammelte alle verbliebenden Kisten ein, bestritten, dass Microsoft den Streich gespielt hatte, spielten den Umfang auf die Medien herunter und verhängten ein Verbot von Streichen aus der realen Welt, welches größtenteils bis heute bestand hat. So sollte sichergestellt werden, dass alle Streiche von nun an über die PR-Abteilung zu erfolgen hat – als virtuelle Pressemitteilungen.

Der Hintergrund zu dieser kleinen Kaffee-Anekdote war natürlich ein technischer.

Als meine Kollegen und ich beschlossen, einen traditionellen Aprilscherz zu spielen, dachten wir, es würde Spaß machen, sich über diesen Ruf lustig zu machen. Sun Microsystems hatte gerade Java herausgebracht. Wir dachten, „Microsoft Coffee“ klang wie ein blasser, lauwarmer Name für ein Me-too-Produkt.


Mehr auf der Seite der ehemaligen April-Scherzkekse: https://microsoft-coffee.medium.com/

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